Einfach mal machen ...

Sammeln von Daten und Informationen

Die Erforschung der natürlichen Wissensgrenzen bei noch lebenden Familienmitgliedern ist das Ziel am Anfang der Ahnenforschung. Fragen wie: wer weiß was von wem oder wer hat was von wem, gehören zur Standardausstattung einfacher Ahnenforschung. Die Sammlung aller Daten ist notwendig, um einem späteren Stammbaum die entsprechende Stabilität und Glaubwürdigkeit zu geben.

Somit sammelte ich alle erhaltenen Informationen und schrieb sie nieder, danach heftete ich die beschriebenen Blätter in einem Ringordner ab. Sehr früh erkannte ich dabei aber, dass es für manche Themen zu spät war.
Meine Eltern waren inzwischen verstorben, und ich stellte fest, dass ich eigentlich wenig über ihr Leben vor ihrer Eheschließung wusste. Sporadisch hatten sie zwar zu Lebzeiten manchmal über ihre einzelnen Ereignisse gesprochen, aber das war recht selten. Aus heutiger Sicht denke ich, daß sie einiges aus den miterlebten Kriegszeiten einfach nur verdrängt hatten.

Beide Großelternpaare kannte ich eigentlich nur von ganz wenigen Besuchen her. Meinen Großvater mütterlicherseits habe ich als Kleinkind nur so in Erinnerung, daß er in seiner Innenstadtwohnung in Mannheim auf dem Balkon eine kleine selbst gebastelte Schnapsbrennanlage in Betrieb hatte und mit den gewonnenen Tropfen hat er dann seine nahe Nachbarschaft versorgt. Uns Kindern hat er dann gesagt, der Schnaps wäre zum Einreiben seiner schmerzenden Knien. Zum Start meiner Genealogieforschung waren beide Großelternpaare schon verstorben und so konnten sie auch nicht zu Befragungen herhalten.

Bald waren öffentliche Archive, Internetportalen und Kirchenregistern weitere Wissensbanken. Da die strukturierte Verwaltung und Archivierung aller gesammelten Daten, Dokumente und Bildern die Grundlage der Ahnenforschung ist, wurden es immer mehr Ablageordner. Diese waren dann der Beweggrund, mich für eine Ahnenforschung in einer Computersoftware zu entscheiden. Was wiederum bedeutete, dass alle bisherigen Daten und Dokumente neu eingepflegt werden sollten.
Nach dem Testen aller gängigen damals vorhandenen Softwareprogrammen bin ich zum Schluß an einem damals noch kostenlosen Programm hängen geblieben. Es hat mich mit seiner Bedienungerfreundlichkeit und der vielen Darstellungsmöglichkeiten überzeugt: AHNENBLATT

Quelle: Ahnenblatt.de

Somit habe ich schon 1988 mit der Digitalisierung meiner Ahnendaten begonnen, also lange Zeit vor der heutigen Diskussion zu diesem Thema. Aber erst in den letzten Jahren meiner Berufstätigkeit und dann auch danach, fand ich genügend Zeit, mich systematisch mit meiner Familien- und Ahnenforschung zu befassen. Und mit der Zeit hat man auch gelernt, wo und wie man suchen soll.